Vogelnest eSG

Gymnasium St. Christophorus Werne

Neue Schülergenossenschaft handelt mit fairen Waren

WERNE Eigenverantwortliches Handeln soll mit dem neuen Projekt am Gymnasium St. Christophorus gefördert werden. 22 Schüler und Schülerinnen gründeten mit Unterstützung der Volksbank Kamen-Werne die erste Schülergenossenschaft der Region, die

"Vogelnest eSG - Fair Trade Welt-Winkel".

Bislang besteht die Genossenschaft aus Schülern der 9. und 10. Klassen. Ihr erstes Vorhaben: Aus allen Stufen der Schule müssen Mitglieder geworben werden, die für einen einmaligen Mindestbeitrag von 7,50 Euro der Genossenschaft beitreten. Mit diesem Geld wird dann Naschzeug produziert, das Marketing für die Mensa übernommen, Schulveranstaltungen organisiert oder das Pausen-Café betrieben.

Fair gehandelte Süßigkeiten

Besonders wichtig war den Schülern der soziale Aspekt. So wollen sie ausschließlich fair gehandelte Schulmaterialien und Süßigkeiten verkaufen. Ziel der Genossenschaft ist ein Schülerladen, in dem die Waren zu schülerfreundlichen Preisen verkauft werden aber auch nachhaltig gewirtschaftet wird. Damit der „Laden läuft“, sind die Aufgaben der jungen Genossenschaftler beispielhaft. Einkauf, Finanzen, Personal, Marketing, Rechnungswesen sowie Entscheidungen über die Gewinnverteilung übernehmen die Schüler selbst. Die Lehrer haben dabei nur eine betreuende Funktion.

„Wir verstehen uns nicht einfach nur als Unternehmen, sondern als eine Gemeinschaft“, erklärte Philipp Dreier (17), der bei der Gründungsversammlung in der Volksbank gemeinsam mit Luisa Bier und Tobias Schroer in den Vorstand gewählt wurde. Den Aufsichtsrat bilden Alexander Denninghaus, Marco Piel und Lukas Möller.

Schulleiter Dr. Jörgen Vogel ist jedenfalls stolz auf seine Schüler: „Dieses Projekt ist ein großer Mosaikstein in unserem Schulkonzept. Es ist etwas für unsere Schule, aber auch darüber hinaus.“ In einem extra hergerichteten Raum in der Schule werden sich die Mitglieder nun einmal wöchentlich für zwei Stunden treffen, um die wichtigsten Dinge zu klären.

Quelle: Ruhr-Nachrichten

Bericht: Dominik Gumprich